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Zahnbürste und Zahnseide
Die Zahnbürste
soll einen kleinen Bürstenkopf, engstehende Borstenbüschel und abgerundete, nicht zu harte Kunststoffborsten haben. Prinzipiell würde die Zahnbürste allein zur Plaqueentfernung genügen. Zahnpasten erleichtern aber durch ihre Putzkörper und andere Inhaltsstoffe die Entfernung der Zahnbeläge. Fluoridierte Zahnpasten sind deswegen zu empfehlen, weil durch ihre Verwendung Fluorid an die Zahnoberflächen gebracht wird.
Allein das in Zahnpasten enthaltene Fluorid hat dazu geführt, dass die Karies in vielen westlichen Industriestaaten um 20 - 40 % zurückgegangen ist. Es wurde schon mehrmals auf die Funktion der Fluoridionen bei der Geschwindigkeit der Remineralisation hingewiesen (siehe Austausch von Mineralien).
Ansatz des Bürstenkopfes
Sehr wichtig ist der richtige Ansatz des Bürstenkopfes an die Zahnoberfläche. Die Borstenbüschel schauen mit einer 45 Grad Neigung gegen den Zahnfleischrand. Sie dringen gut in die Zahnzwischenräume und in die Zahnfleischfurche ein. Die äußere Borstenreihe ruht fühlbar auf dem Zahnfleischsaum; die mittlere Borstenreihe schiebt sich in die Zahnfleischfurche; die restlichen Borsten liegen auf der Zahnoberfläche. Die Borstenbüschel müssen sich angenehm auf der Nahtstelle zwischen Zahn und Zahnfleisch anfühlen.
Rütteln auf der Stelle - Wegwischbewegung
Die Zahnbürste wird nun mit kleinen, rüttelnden und vibrierenden Bewegungen hin- und her-, auf- und abbewegt, ohne dabei die Zahnzwischenräume zu verlassen. Der Anpressdruck muss dabei so gewählt werden, dass das Zahnfleisch nicht verletzt wird. Die Rüttel- und Vibrationsbewegungen lösen mechanisch die fest an der Zahnoberfläche haftenden Beläge. Um ein Zeitgefühl dafür zu entwickeln, wie lange man diese Bewegungen am Ort ausführen soll, empfiehlt es sich am Anfang, während des Rüttelns bis 15 zu zählen. Eine abschließende Wegwischbewegung, also vom Zahnfleisch zum Zahn hin, beendet den ersten Zahnputzabschnitt.
Systematik
Danach wird die Zahnbürste - um einen Zahn versetzt - neu angesetzt. Das 'Spielchen' wiederholt sich. Wo wenig Platz ist, besonders bei der Reinigung der Frontzahn-Innenseiten, wird die Zahnbürste senkrecht eingesetzt. Besonderes Augenmerk hat den eventuellen Fehlstellungen der Zähne zu gelten. Auf diese Weise sind - Abschnitt für Abschnitt - sowohl die Außen- als auch die Innenflächen der Zähne im Ober- und Unterkiefer zu reinigen. Bitte nicht die Außenflächen der hinteren Backenzähne vergessen! Um die Speisereste und Zahnbeläge lösen zu können, die sich in den Kauflächen der Zähne verfangen haben, stellt man die Zahnbürste senkrecht auf die Kaufläche. Durch rüttelnde Bewegungen sollen auch hier - Abschnitt für Abschnitt - die Beläge gelöst und entfernt werden. Wildes Hin- und Herschrubben bewirkt lediglich, dass die Höcker, aber nicht die Fissuren gereinigt werden.
Wichtig ist auch, dass man sich eine gewisse Systematik bei der individuellen Zahnpflege angewöhnt. Am besten konzentriert man sich auf die Schwachstellen, die leicht mittels Färbetabletten eruierbar sind. Man beginnt entweder auf der rechten oder linken Außenseite, tastet sich langsam vorwärts, verharrt bei den Schwachstellen doppelt so lange, bis schließlich der Vorgang auf den Innenseiten wiederholt wird. Was für den Oberkiefer gilt, hat natürlich auch für den Unterkiefer Gültigkeit.

