Wachstums- und Entwicklungsanalyse

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Wachstums- und Entwicklungsanalyse

Zum "Kerngeschäft" der Kieferorthopädie gehört das Analysieren des voraussichtlichen Wachstums des kindlichen Schädels und Gesichtes. Dies ist insofern von Bedeutung, daß die Zähne und Kiefer in enger nachbarschaftlicher und funktioneller Beziehung zu den anderen Skelettstrukturen dieses Körperabschnitts stehen, mehr noch aber auch zu den Muskeln und Weichteilen dieser Region.

Das Wachstum des Gebisses endet regulär mit dem Ende des Wechsels vom Milchgebiß zum bleibenden Gebiß, das ist meist in einem Alter von etwa 14 Jahren. Dieser enge Bereich ist damit definiert. Die umgebenden Strukturen sind verändernden funktionellen Einflüssen noch bis mindestens zum Ende des Längenwachstums (Alter 16- 19 Jahre) ausgesetzt. International hat sich die Meinung durchgesetzt, daß die kieferorthopädische Begleitung bis zu einem Alter von 22 Jahren (Mädchen) bzw. 25 Jahren (Jungen) sinnvoll ist (siehe Kapitel: Retainer).

Trotz der Erkenntnis, daß zum Erreichen einer hochpräzise ausgerundeten Zahnstellung heute festsitzende Techniken unabdingbar sind, gehören ausführliche Erkenntnisse über das voraussichtliche Wachstum der Kinder zum Grundrüstzeug der Kieferorthopädie.

Das Ziel ist dabei, skelettale Fehlentwicklungstendenzen rechtzeitig zu erkennen und Wege zu ihrer positiven Beeinflussung zu finden. Hierdurch sowie durch die Steuerung des Zahndurchbruchs sollen die Chancen, daß die bleibenden Zähne eine regelmäßige Aufstellung finden, optimiert werden.

Deshalb wird das Wachstum mithilfe von Zahnmodellen und verschiedenen Röntgenaufnahmen im Rahmen einer kieferorthopädischen Analyse regelmäßig mitanalysiert.