Lingualtechnik

Lingualtechnik

Die so genannte Lingualtechnik ist die derzeit fortgeschrittenste und raffinierteste Behandlungstechnik: das Zahnregulieren mit innen an den Zähnen befestigten Brackets. Diese sind für diesen Zweck besonders geformt, hinter den Zahnreihen angebracht und  daher für Außenstehende unsichtbar.

Dies ist wegen der exakten dreidimensionalen Kraftkontrolle die beste  Möglichkeit und vor allem die einzige, die wirklich nicht von außen sichtbar ist. Nach langen Jahren des Dornröschenschlafs erfährt sie heute eine stürmische Entwicklung. Hier ist wirklich die "Forefront" der heutigen Kieferorthopädie.

Kann man mit Lingualtechnik ebenso behandeln wie mit fixer Apparatur außen?

Grundsätzlich kann man alle kieferorthopädischen Probleme mit innenliegenden genauso wie mit außenliegenden Apparaturen lösen. Der medizinisch-technische Knackpunkt ist die Umsetzung einer wirklich genauen dreidimensionalen Kraftkontrolle in einem Umfeld, das aus anatomischen Gründen viel komplexer, unübersichtlicher und deutlich schwerer zugänglich ist.

Die Brackets bei der Lingualtechnik gleichen denen von "außen" nicht. Die besondere anatomische Situation an den Zahninnenseiten und der Umstand, daß mit den Zahndicken bei jedem Zahn individuell unterschiedliche Abstände zur "Zielfläche", der Zahnaußenseite, existieren, machen es nötig, jedes einzelne Bracket zu individualisieren. Dies verursacht aber vor allem beim Nachkleben von Brackets wieder große Probleme. 

Die Biomechanik des Behandelns von innen ist anders als die von außen. Die Abstände zwischen den Brackets sind viel kleiner, was Handling und Biomechanik verkompliziert.

Radikal gelöst hat diese Schwierigkeiten das Incognito-System, das auch wir in der Praxis verwenden. Es ist ohne Zweifel das beste und  mit Abstand am weitesten fortgeschrittenste System, also State-of-the-art in der Lingualtechnik.

Was kostet das? (siehe auch Kostenfragen)

Häufige Frage in unseren Mail-Zuschriften. Hängt wesentlich vom kieferorthopädischen Problem ab, Genaues daher ausnahmslos nur nach kieferorthopädischer diagnostischer Analyse. Der (technisch höchst anspruchsvolle) Einsatz der Lingualtechnik ist aber oft schwieriger, individuell aufwendiger und damit auch rund eineinhalb bis zweimal so teuer wie konventionelle fixe Orthodontie.